Genauso wie die Muskeln, will auch unser Gehirn gefordert werden. Damit kognitive Fähigkeiten möglichst lange erhalten bleiben, sind neue Impulse und gezielte Übungen sinnvoll.
«Wie war noch gleich …?» Mit kognitivem Training sollte man nicht erst dann beginnen, wenn bereits deutliche Probleme auftreten. Seit langem bekannt ist, dass Abbauprozesse im Körper schon ab etwa 30 Jahren anfangen. Deshalb gilt grundsätzlich: je früher, desto besser. Daher ist es sinnvoll, in jedem Alter das Gehirn gezielt zu trainieren. So können besonders mit zunehmendem Alter die vorhandenen Ressourcen möglichst lange erhalten bleiben. Entscheidend ist, sich mit Neuem zu fordern und Ungewohntes zu wiederholen. Denn wer rastet, der rostet.
Wie mit Liedern von Mani Matter und Handschuhen das Gedächtnis trainiert werden kann und warum wir ab und zu ein «Feuerwerk im Kopf» zünden sollten, erzählt Jeannine Hofer, Gruppenleiterin Aktivierung im Gesundheitszentrum für das Alter Mathysweg.
Jeannine, lass uns mit leichtem Gehirnjogging starten.
Gerne. Nehmen wir eine Koordinationsübung, die wir Schritt für Schritt steigern können. Jede Fingerspitze soll nacheinander den Daumen kurz antippen: Zeigefinger zum Daumen, Mittelfinger zum Daumen und so weiter, hin und zurück – zuerst mit der führenden Hand, nachher mit der nicht-dominanten. Wenn das gut klappt, mit beiden Händen synchron probieren. Die nächste Steigerung wäre, diesen Artikel weiterzulesen und mit einer Hand weiterzumachen.
Warum ist diese Fingerübung gut fürs Gehirn?
Weil sie für die meisten Menschen ungewohnt ist und verschiedene kognitive Leistungen gleichzeitig aktiviert. Das Gehirn muss Bewegung, Konzentration, Koordination und Aufmerksamkeit verarbeiten. Solche neuen Herausforderungen sind besonders wertvoll für das geistige Training.
Was bedeutet kognitives Training genau?
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Neugierig geworden? Lesen Sie den ganzen Beitrag im Online-Magazin der Gesundheitszentren für das Alter: Geistige Fitness bewusst trainieren | Stadt Zürich