Als Oberärztin im Gesundheitszentrum für das Alter Mattenhof ist Annina Brändle darum besorgt, den Prozess der Gesundheitlichen Vorausplanung allen Bewohnenden zugänglich zu machen. Doch was ist der Nutzen einer umfassenden Vorausplanung für Bewohner*innen, Angehörige, Ärzt*innen?
Annina, wie handhabt ihr Gesundheitliche Vorausplanung (GVP) im Gesundheitszentrum Mattenhof?
Eine weit gefasste Frage – wir versuchen, allen Bewohnenden GVP anzubieten respektive zugänglich zu machen. GVP ist freiwillig, sollte aber für alle offenstehen, die sich mit dem Thema befassen möchten und für die eine Vorausplanung wichtig ist. GVP ist Teil der strukturierten Abläufe, es gibt klare Vorgaben für die Dokumentation und Handhabung der GVP-Dokumente. GVP wird als Prozess verstanden, der mit den Bewohnenden oder Angehörigen kontinuierlich evaluiert und angepasst werden muss, zum Beispiel bei Verschlechterung des Gesundheitszustands, Veränderung der Lebensqualität oder auf Wunsch der Bewohnenden. Alle Disziplinen – Pflege, Therapien, Seelsorge etc. – können solche Veränderungen oder einen entsprechenden Wunsch wahrnehmen und das Thema GVP ansprechen.
Wie läuft denn eine mustergültige Umsetzung von GVP bei euch ab?
Grundsätzlich ist GVP bereits ein Thema beim Eintrittsgespräch. Im Idealfall findet das Eintrittsgespräch interdisziplinär mit Arztdienst und einer Pflegefachperson statt. Gemeinsam mit der*dem Bewohner*in wird auf Basis einer kurzen Werteanamnese der Behandlungsplan besprochen und eine provisorische ÄNO (ärztliche Notfallanordnung) erstellt. Es wird das Vorliegen einer Patientenverfügung erfragt und falls möglich findet ein erster Abgleich statt. Ein ausführliches Gespräch zur GVP ist beim Eintritt aus zeitlichen Gründen nicht möglich. Besteht der Wunsch oder der Bedarf nach einer tiefergehenden Auseinandersetzung mit der Gesundheitlichen Vorausplanung, planen wir ein Gespräch durch unsere GVP-Beratungspersonen. Das sind diplomierte Pflegefachpersonen mit einer Zusatzausbildung.
Was ist der Inhalt dieses Gesprächs und wer ist alles dabei?
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Neugierig geworden? Lesen Sie den ganzen Beitrag im Online-Magazin der Gesundheitszentren für das Alter: «Wir können besser beraten, wenn wir die Ziele der Bewohnenden kennen» | Stadt Zürich